ÜBER UNS
Die Freimaurerloge „Zu den drei ehernen Säulen“ ist eine Gemeinschaft von Männern, die sich regelmäßig begegnen, miteinander sprechen, zuhören und sich mit Fragen beschäftigen, die im Alltag oft zu kurz kommen.
Uns verbindet nicht ein bestimmter Beruf, gesellschaftlicher Hintergrund oder eine einheitliche Meinung. Uns verbindet vielmehr die Bereitschaft, sich mit sich selbst, mit anderen Menschen und mit der Welt auseinanderzusetzen.
Freimaurerei bedeutet für uns deshalb nicht, fertige Antworten zu besitzen. Sie bedeutet, Fragen zuzulassen.

In unserer Loge begegnen sich Menschen mit unterschiedlichen Lebenswegen, Berufen, Erfahrungen und Sichtweisen. Diese Unterschiede sind ausdrücklich Teil unserer Gemeinschaft. Entscheidend ist nicht, welchen Titel jemand trägt, welchen Beruf er ausübt oder welchen gesellschaftlichen Status er besitzt. Entscheidend ist die Art, wie ein Mensch denkt, zuhört und anderen begegnet.
Eine gute Gemeinschaft entsteht dort, wo unterschiedliche Persönlichkeiten einander mit Respekt begegnen.
WAS UNS VERBINDET
Freiheit
Freiheit beginnt für uns beim eigenen Denken. Freimaurerei verlangt keine vorgefertigten politischen, gesellschaftlichen oder persönlichen Überzeugungen. Jeder Bruder trägt Verantwortung für sein eigenes Denken und Handeln. Diese Freiheit bedeutet gleichzeitig, andere Auffassungen auszuhalten. Nicht jedes Gespräch muss zu einem gemeinsamen Ergebnis führen. Manchmal liegt der Wert eines Gesprächs gerade darin, eine andere Sicht kennenzulernen.

Brüderlichkeit
Brüderlichkeit ist eines der zentralen Elemente unserer Loge. Sie entsteht nicht allein dadurch, dass Menschen demselben Bund angehören. Sie wächst durch Begegnung, Verlässlichkeit, Vertrauen und gemeinsam verbrachte Zeit. Dazu gehören unsere Tempelarbeiten ebenso wie Gespräche, kurze Impulse, gemeinsame Abende und persönliche Begegnungen außerhalb der eigentlichen Logenarbeit.
einander zuzuhören, füreinander einzustehen und Unterschiede nicht als Trennung zu verstehen.
Menschlichkeit
Am Ende steht der Mensch.
Nicht seine Stellung. Nicht sein Beruf. Nicht sein Besitz.
Freimaurerei richtet den Blick immer wieder auf die eigene Haltung gegenüber anderen Menschen.
Wie begegne ich meinem Gegenüber? Wie gehe ich mit Widerspruch um? Wie verantwortlich handle ich? Wo kann ich mich selbst weiterentwickeln?
Diese Fragen lassen sich nicht mit einem einzigen Gespräch beantworten. Sie begleiten einen Menschen ein Leben lang.
Arbeit am rauen Stein
Ein bekanntes Bild der Freimaurerei ist der raue Stein. Er steht sinnbildlich für den Menschen selbst – mit seinen Fähigkeiten,
Erfahrungen, Stärken und Unvollkommenheiten. Freimaurer sprechen deshalb von der Arbeit am eigenen Stein. Gemeint ist damit
keine Vorstellung von Perfektion. Es geht darum, sich selbst immer wieder zu hinterfragen, die eigene Haltung zu überprüfen
und an den eigenen Schwächen zu arbeiten.
Nicht der andere soll verändert werden. Die Arbeit beginnt bei uns selbst.

Unsere Abende
Ein wichtiger Teil unseres Logenlebens sind die gemeinsamen Abende. Dabei geht es nicht ausschließlich um freimaurerische Themen. Ein kurzer Impuls, eine Beobachtung, eine gesellschaftliche Frage oder ein persönlicher Gedanke kann der Ausgangspunkt eines Gesprächs sein.
Danach entsteht häufig genau das, was einen guten Abend ausmacht: ein interessantes Gespräch, unterschiedliche Perspektiven, gemeinsames Nachdenken und manchmal auch einfach gute Gesellschaft.
Nicht jedes Gespräch muss schwer sein. Freimaurerei darf Tiefe haben und trotzdem Freude machen.
Tradition und Gegenwart
Freimaurerei blickt auf eine jahrhundertealte Tradition zurück. Auch in Kleve reicht ihre Geschichte weit in das 18. Jahrhundert zurück. Diese Tradition ist für uns wichtig. Aber wir möchten nicht in der Vergangenheit leben. Rituale, Symbole und überlieferte Formen geben unserer Arbeit einen besonderen Rahmen. Die Fragen, mit denen wir uns beschäftigen, gehören jedoch zur Gegenwart.
Wie wollen wir miteinander leben? Welche Verantwortung tragen wir? Wie begegnen wir Veränderungen? Was bedeutet ein gutes Leben? Und welche Haltung möchten wir selbst dabei einnehmen?


Das Ritual
Freimaurerische Rituale gehören zu unserer Tradition. Sie schaffen einen bewussten Gegensatz zum Alltag. Der Tempel, die Symbole, das Licht und die festgelegten Abläufe helfen dabei, für eine gewisse Zeit Abstand von beruflichen, gesellschaftlichen und persönlichen Rollen zu gewinnen. Das Ritual vermittelt seine Wirkung weniger durch Erklärung als durch Erfahrung.
Nicht, weil dahinter geheimes Wissen verborgen wäre. Sondern weil manche Erfahrungen ihren Wert gerade dadurch erhalten, dass man sie selbst erlebt.
Keine politische oder wirtschaftliche Vereinigung
Unsere Loge ist weder politische Organisation noch wirtschaftliches Netzwerk. Parteipolitische Auseinandersetzungen und geschäftliche Interessen haben innerhalb der Logenarbeit keinen Platz. Ein Beitritt zur Freimaurerei soll keine Karriere fördern und keine geschäftlichen Vorteile schaffen. Menschen begegnen sich innerhalb der Loge unabhängig von ihrer beruflichen oder gesellschaftlichen Stellung.
Unsere Verbindung
Die Johannisloge „Zu den drei ehernen Säulen“ arbeitet im Orient Kleve. Sie gehört zur Großen National-Mutterloge „Zu den drei Weltkugeln“ und damit zur regulären Freimaurerei in Deutschland. Gleichzeitig leben wir am Niederrhein in einer Region, die seit Jahrhunderten durch die Nähe zu den Niederlanden geprägt ist. Diese Offenheit über Grenzen hinweg gehört deshalb ganz selbstverständlich auch zu unserer Loge.
Orient: Kleve
Loge: Zu den drei ehernen Säulen
Obedienz: Große National-Mutterloge „Zu den drei Weltkugeln“
GÄSTEABENDE
Wer Freimaurerei verstehen möchte, muss nicht zunächst Bücher darüber lesen. Oft ist ein persönliches Gespräch der bessere Anfang. Unsere Gästeabende bieten die Möglichkeit, uns unverbindlich kennenzulernen. Ein kurzer Impuls kann den Abend eröffnen. Danach bleibt Zeit für Gespräche, Fragen und Begegnungen. Du musst nichts über Freimaurerei wissen und nicht bereits wissen, ob eine Loge etwas für dich sein könnte. Vielleicht möchtest du einfach einen interessanten Abend verbringen und Menschen kennenlernen, die gerne denken, fragen und zuhören. Das genügt für den Anfang.
Einen Abend kennenlernen →
ZU DEN DREI EHERNEN SÄULEN
Freimaurerei · Gemeinschaft · Reflexion